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Lupinenprotein - eine hervorragende Eiweißquelle

Mindestens soviel Eiweiss wie Fleisch aber gesünder - die Süsslupine. Wie bereits in unserem Artikel "Proteine sind nicht gleich Proteine" beschrieben, gilt Eiweiss erst dann als hochwertig, wenn alle essentiellen Aminosäuren enthalten sind. In der Süsslupine steckt ein solch hochwertiges und basisches Eiweiss - sie ist eine hervorragende Eiweissquelle, insbesondere für Veganer und Sportler.

Lupinen - Herkunft und Züchtung

Lupinen gehören zu den Hülsenfrüchten (Leguminosen) und gelten bereits seit mehr als 3000 Jahren in Südamerika und einigen Mittelmeerländern  als Grundnahrungsmittel. Wilde Lupinen sind jedoch aufgrund ihres hohen Alkaloidgehaltes giftig und daher ohne geeignete Vorbehandlung (Entbitterung) zum Verzehr nicht geeignet. Diese Entbitterungsverfahren waren jedoch sehr aufwendig und kostenintensiv, zudem gingen bei diesen Prozessen 20-30 Prozent der Inhaltsstoffe verloren. Also züchtete man die alkaloidarme Süsslupine.

 Wilde Lupinen, aber auch Lupinen im Garten oder im Topf sind giftig und für den Verzehr nicht geeignet - nicht nur für uns Menschen, auch für unsere Haustiere. Die gezüchteten und essbaren Süsslupinensamen (auch Lupinenkerne genannt) findest du in Reformhäuser und verschiedenen Supermärkten. Den Samen zum Selbstanbau kannst du beim Bauern deines Vertrauens oder verschiedenen Biobauern erwerben.

Wie kann ich Süsslupinensamen verwenden

Die Samen der Süsslupine kannst du in der Küche vielfach verwenden. Beispielsweise

  • als Mehl - enthält kein Gluten (Klebereiweiss) - zum Backen solltest du dieses Mehl mit herkömmlichem Mehl vermengen, damit es zusammenhält (empfohlenes Verhältnis 1:6)
  • für Milch, Shakes und Smoothies
  • für eine vegane Bolognese
  • als Zutat für vegane Burger
  • als Zutat für Salate und Gemüsebowls usw.

Wie bereite ich Süsslupinensamen zu

Die Zubereitung von Süsslupinensamen erfolgt ähnlich wie bei den anderen Hülsenfrüchten - über Nacht in Wasser einweichen und am nächsten Tag mit frischem Wasser kochen. Wenn du die Hülsen nicht mitessen möchtest, kannst du diese nach dem Kochen auch noch entfernen - kostet aber viel Zeit.

Verwendung der Süsslupinen von der Industrie

Auch die Industrie hat mittlerweile die zunehmende Nachfrage an fleischlosen Alternativen erkannt. Aufgrund der sehr guten Eigenschaften, wie Wasserbindung, Geschmack und Farbe eignet sich die Süsslupine hervorragend für die Herstellung verschiedener Lebensmittel. So können wir in den Supermärkten mittlerweile Lupinenmilch, Lupineneis, Lupinenjoghurt, Lupinentempeh, Lupinentofu Lupinenburger, Lupinenschnitzel, Lupinenkaffee, Lupinenmayonnaise usw. finden.

Lupinen sind ökologisch

Süsslupinen benötigen nur ein Fünftel der Ackerfläche und weniger Energie, um die gleiche Menge an Eiweiss zu liefern wie Fleisch. Zudem sind sie pflegeleicht, verbessern die Bodenqualität und können ohne Dünger gedeihen. Lupinen sind heimisch - sie werden regional angebaut.

Lupinen verfügen über hochwertiges Eiweiss

Süsslupinensamen verfügen über einen enormen Eiweissanteil mit hoher biologischer Wertigkeit. Der Anteil liegt bei ca. 18g/100g.  Lupinenmehl verfügt je nach Hersteller sogar über einen Eiweissanteil von bis zu 45g/100g. Das Eiweiss enthält alle essentiellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann und wir mit der Nahrung aufnehmen müssen. Zu den vorhandenen Aminosäuren zählt auch Lycin, das in anderen Getreidesorten nur in geringen Mengen vorkommt.

Lupineneiweiss ist basisch

Die Lupinen gehören zu den wenigen stark eiweisshaltigen Lebensmitteln, die basisch sind. Das ist für uns Sportler von besonderem Vorteil, denn eine eiweissreiche Ernährung ist für den Muskelaufbau  unverzichtbar. Eiweissreiche Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte, aber auch bestimmte Getreideprodukte bilden während des Stoffwechselprozesses Säuren in unserem Körper. Und eine Übersäurung unseres Körpers ist meist mit Muskelschmerzen und Leistungsabfall verbunden.

Weitere gesundheitliche Vorteile von Lupinenprotein

  • Lupinenprotein ist nahezu cholesterinfrei und enthält wenig Fett - und davon hauptsächlich die guten Fette mit den einfach - und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • wenig direkt verwertbare Kohlenhydrate - wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus
  • glutenfrei
  • reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Calcium
  • hoher Eisenanteil
  • hoher Ballaststoffanteil - für einen gesunden Darm
  • reich an Vitamin E und Beta-Carotin - neutralisiert Freie Radikale
  • enthält wenig Purine

Lupinenprotein - worauf solltest du achten

  • Lupinen enthalten Lektine - wie bei allen Hülsenfrüchten werden diese durch Einweichen und Kochen denaturiert.
  • Bestimmte Eiweisse der Lupine sind den Eiweissen von Erdnüssen ähnlich - mit einer Erdnussallergie solltest du besser auf den Verzehr von Lupinen verzichten, es bestehe ein hohes Kreuzallergierisiko.

Fazit

Lupinenprotein ist eine hervorragende Eiweissquelle für Sportler und eine nachhaltige Alternative für tierische Nahrungsprodukte. Lupinen benötigen gerade mal 1 Fünftel der Ackerfläche und weniger Energie um die gleiche Eiweissmenge zu liefern wie Fleisch!


Quellen:

BfR

https://d-nb.info/1024895645/34

https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Lupinen_bringen_Vielfalt_auf_Acker_und_Teller.pdf

Bachelorarbeit Götz 2014 - Hochschule Neubrandenburg


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