Fischessen - doppelte Bedrohung für Mensch und Umwelt
Die Bedrohung unserer Meere und Ozeane war noch nie so sichtbar wie heute. Mit einem Flächenanteil von 71 Prozent sind sie die größten, artenreichsten und produktivsten Ökosysteme der Erde, die essentielle Funktionen als Klimaregulator, Sauerstoffproduzent und Lebensraum erfüllen.
Und trotzdem tut der Großteil der Menschheit alles, um diese so wichtigen Ökosysteme zu zerstören. Neben Plastikmüll, Überdüngung und Erwärmung der Ozeane gilt Fischessen als eine der Hauptbedrohungen, die sowohl ökologische als auch gesundheitliche Dimensionen umfassen.
Fischessen bedroht die Weltmeere
Der industrielle Fischfang, angetrieben durch unseren Fischhunger, plündert unsere Ozeane in einem Tempo, das die natürliche Regeneration der Bestände unmöglich macht. Mehr als 90 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich gefangen mit der Folge, dass die Fischbestände schneller schwinden, als sie sich erneuern können. Laut UN Welternährungsorganisation (FAO) sind bereits 38 Prozent der Fischbestände überfischt, Tendenz steigend. Weitere 51 Prozent sind bis an ihre biologischen Grenzen ausgebeutet.
Neben der reinen Überfischung sind es die zerstörerischen Fangmethoden mit riesigen Fangnetzen (darunter Treib- und Stellnetze, aber auch verloren gegangene Geisternetze sowie Grundschleppnetze, die den Meeresboden zerstören), die wahllos alles Leben einfangen.
Neben Milliarden kleiner Fische und Krebstiere sterben jährlich ca.
- 300.000 Wale und Delfine,
- 250.000 Meeresschildkröten,
- 700.000 Wasservögel,
- 50 bis 100 Millionen Haie und Rochen sowie
- 350.000 Robben
einen qualvollen Tod (Dunkelziffer unbekannt).
Zerquetscht - erstickt - ertrunken - verblutet oder zerstümmelt werden diese Tiere als ungewollter Beifang einfach wieder ins Meer zurückgeworfen. Verbote, wie beispielsweise in der EU, interessieren hier kaum jemanden.
Die Folge ist der Zusammenbruch von Fischbeständen. Fischarten können sich nicht mehr natürlich vermehren, was zu drastischen Rückgängen und schließlich zum Aussterben führt. Der Wegfall von natürlichen Fressfeinden, wie beispielsweise Raubfischen, führt wiederum zur Ausbreitung ungewollter Arten wie Quallen. Die Verquallung ist ein sehr ernstes Warnsignal für den schlechten Zustand der Weltmeere.
Schadstoffe und Gifte im Fisch
Einerseits wird Fisch wegen seiner wertvollen Omega-3-Fettsäuren beworben und andererseits wird auf die darin enthaltenen giftigen Schadstoffen hingewiesen. Die Balance soll der Verbraucher selbst finden - so die Wissenschaft! Schließlich gelangen Schadstoffe auch in andere Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milchprodukte und Gemüse. Zu den Besorgnis erregendsten Schadstoffen zählen Quecksilber, polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxine und Pestizidrückstände. Es wurden tatsächlich von Experten Analysen erstellt, die die Sterbewahrscheinlichkeit - Krebs durch Schadstoffe im Fisch oder Herzkrankheiten durch Mangel an Omega-3-Fettsäuren - in den Vergleich stellen. Da die Letzteren aus Mangel an Beweisen der Ersteren überwiegen und die PCB- und Dioxinwerte im Vergleich zu Fleisch, Eiern und Milchprodukten ähnlich seien, wird Fischessen unter Einschränkungen weiterhin empfohlen.
Die aktuell nachgewiesenen Schadstoffe in Fisch:
- Mikroplastik - findet sich in jedem Meer, in jedem Fluss und in jedem See. Können Entzündungsreaktionen in Organen und Zellen auslösen.
- Quecksilber - besonders hohe Konzentrationen an Methylquecksilber (organische Quecksilberverbindung gilt als besonders gefährlich) wurden in Raubfischen wie u. a. der Thunfisch nachgewiesen. Gelangt über den Darm ins Blut, die Folgen reichen von neurologischen Störungen bis hin zu Organschäden.
- Dioxine & PCB - organische Verbindungen, hochgradig toxisch. Auch in winzigen Mengen gelten Sie als krebserregend, fruchtschädigend und schädigen das Immunsystem.
- PFAS - wegen ihrer Langlebigkeit als Ewigkeitschemikalie bezeichnet, als krebserregend eingestuft.
- Pestizide - durch die Landwirtschaft gelangen diese hauptsächlich über Flüsse und Luft in die Meere, schädigen Korallenriffe, stören das Algenwachstum und gefährden die marine Artenvielfalt sowie die menschliche Gesundheit.
- Medikamentenrückstände - meist in Fischen aus konventioneller Aquakultur enthalten.
Mikroalgen sind die Zukunft
Mikroalgen bestehen größtenteils aus hochwertigen Proteinen, enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie sind die ideale Basis für eine gesunde und nachhaltige Ernährung.
Für eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist die Mikroalge Schizochytrium derzeit die beste Wahl. Sie liefert direkt die wertvollen Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) in einem sehr guten Verhältnis und prozentual in seiner Trockenmasse sogar mehr als jeder Fisch.
Zur Produktion von DHA und EPA reichem Öl wird Schizochytrium in großen geschlossenen, kontrollierten Systemen kultiviert und ist dadurch frei von Schwermetallen, Mikroplastik, PCB und weiteren Schadstoffen wie oben erwähnt. Das Ökosystem Meer bleibt unberührt, Fisch und Krillbestände werden geschont.
Fazit:
Der Griff nach Fisch und Meeresfrüchten ist längst keine rein private Ernährungsentscheidung mehr, sondern ein globaler Eingriff in unser Ökosystem.
Doch die Bedrohung macht vor uns Menschen nicht halt. Schadstoffe in Fisch und Meeresfrüchten reichern sich über die Nahrungskette im menschlichen Körper an und gefährdet massiv unsere Gesundheit.
Was können wir tun? Die Verantwortung liegt beim Einzelnen. Wenn wir unsere Meere und unsere Gesundheit schützen wollen, müssen wir unsere Essgewohnheiten grundlegend ändern und auf pflanzliche Alternativen zugreifen.
Mehr über Omega-3 Fettsäuren
Quellen
- Mozaffarian D, Rimm EB Fischkonsum, Schadstoffe
- Welternährungsorganisation (FAO) und die WHO - Codex Alimentarius
- Umweltschutzorganisationen Zahlen Beifang
- Algenöl - Dr. med. Michael Nehls
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